Mittwoch, 4. April 2012

Ein Ding des Teufels...

...diese Streaming Dienste! Zumindest das Gefühl bekommt man, wenn man die Diskussionen bei Facebook und in den Medien verfolgt. Vor allem viele CH-Künstler tun sich schwer mit den neuen Technologien wie Spotify, Last.fm usw. Sind sie doch fast alle da gar nicht vertreten und geben sich Mühe alles um Streaming Dienste zu verteufeln. Beispiel dafür sind der dem es anscheinend am Thunersee langweilig ist, Züriwest, Sina oder der Staempf um nur einige wenige zu nennen.

Ich als Konsument versteh diese Haltung nicht wirklich. Wieso sträuben sich die Musiker so sehr dagegen? Wieso haben sie so Mühe, die Dienste als ein modernes Radio zu sehen? Ein Radio en demand so zu sagen.

Wir nutzen im Moment vor allem Spotify und sind von den Möglichkeiten begeistert.

Da an meiner Stereoanlage nun auch der alte Technics Verstärker langsam aber sicher seine Dienste verweigerte, habe ich uns gleich einen neuen Stereo Receiver von Onkyo gekauft. Das Model TX-8050 ist Netzwerk fähig und beherscht eigentlich die Dienste von Spotify und Last.fm. Spotify, funktioniert auch, für Last.fm wohne ich wiedereinmal im falschen Land. Der Dienst ist in der Schweiz mit dem Verstärker nicht nutzbar. Genau hier wird's unlogisch.

Wieso kann ich Last.fm Radiostreams an meinem PC nutzen -ich kann den PC ja an die Stereoanlage anschliessen- aber direkt via den Receiver hören wird mir verweigert? Soll diese Logik verstehen, wer will...

Wieso ich die Streaming Dienste an für sich eine super Idee find? Ich gebe zwei Beispiele:

Mademoiselle ist im Moment vor allem von den Geschichten von Globi begeistert und hört sich die Geschichten sehr oft an. Eine CD kaufen würden wir ja nicht, da sie wohl nicht für lange Zeit von Globi Fan sein wird. Ohne Spotify -es sind da ganze 43 Alben von Globi verfügbar- würden wir wohl die CD's in der Bibliothek ausleihen. So hören wir nun also regelmässig Globi via Spotify. Ein Blick in die Statistik meines Accounts bei Last.fm -wo ich alles, was ich bei Spotify höre scrobble- zeigt dass wir bereits mehr als 400 Titel von Globi gehört haben.

Nun soll mir mal jemand erklären, was daran schlecht ist, wenn die Macher hinter den Globi CD's etwas verdienen, weil wir Globi via Spotify hören und nicht eine von der Bibliothek einmalig gekaufte CD ausleihen!

Jetzt noch mein Argument, welches ich von meiner Vergangenheit herleite. Bereits in meiner frühen Kindheit habe ich Musik (illegal?) kopiert. Am Anfang war dies mit kleinem Kassetenrekorder, welchen wir vor die Boxen der elterlichen Stereoanlage stellten, direkt vom Radio und später in dem wir auf dem Pausenhof die Kassetten tauschten und kopierten. Ihr könnt mich nun anzeigen und festnehmen lassen. Aber nur so lernte ich gute Musik kennen! Oke, auf gewisse Entdeckungen bin ich nicht mehr so stolz...

Was soll nun daran schlecht sein, wenn bei meinen Entdeckungsreisen durch die Musik die Macher hinter der Musik etwas -zwar nicht viel- verdienen?

Also liebe Musikschaffende, verteufelt doch bitte die neuen Technologien nicht und geht offen darauf zu. Ich bin sicher ihr schadet euch selber, wenn ihr euch dem verwehrt...

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Leider sind die Globi Alben seit kurzem nicht mehr streambar bei spotify.
jä nu, laden wir sie halt wieder runter und bezahlen nicht legal tantiemen per spotify abo...
selber schuld, der verlag.

TheRaceFace hat gesagt…

Genau, ich versteh einen solchen Entscheid auch nicht. Nur weil die Alben auf Spotify nicht mehr streambar sind, werden wir keine CD erwerben. Das einzige was der Verlag bei uns erreicht hat ist, dass nix mehr an uns verdienen...